Volatilität

VIX (CBOE Volatility Index)

Der VIX misst die vom Optionsmarkt eingepreiste Volatilität des S&P 500 über die nächsten 30 Tage. Er wird aus den Preisen von SPX-Optionen berechnet und als annualisierter Prozentwert angegeben.

Berechnung und Mechanik

Der VIX wird nicht aus einer einzelnen Option oder einem einzelnen Strike berechnet. Die CBOE verwendet die Preise einer breiten Auswahl von SPX-Puts und -Calls verschiedener Strikes und Verfallstermine und berechnet daraus eine konstante erwartete Volatilität über 30 Tage.

Ein VIX von 20 entspricht einer annualisierten erwarteten Volatilität von 20%. Auf 30 Tage umgerechnet sind das ungefähr 5.7%. Der Wert gibt keine Richtung vor: Ein hoher VIX bedeutet, dass der Optionsmarkt grössere Schwankungen einpreist, nicht ob der S&P 500 steigen oder fallen wird. Als vereinfachte Faustregel lässt sich auch VIX / Wurzel(12) verwenden.

Der Median seit 1990 lag laut CBOE bei etwa 17 bis 18 Punkten. Werte über 40 traten zum Beispiel in der Finanzkrise 2008, im März 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie, im August 2024 bei der Auflösung des Yen-Carry-Trades (dort nur im Tagesverlauf) und im April 2025 nach den Zoll-Ankündigungen der USA auf.

30-Tage-Volatilität ~ VIX x Wurzel(30 / 365)

Abgrenzung

Der VIX misst die erwartete 30-Tage-Volatilität des S&P 500. Die IV in einem ETF-Screener beschreibt dagegen die implizite Volatilität des jeweiligen ETFs. VIX und die IV von SPY bewegen sich deshalb häufig ähnlich, sind aber nicht dieselbe Kennzahl.

Für den Nasdaq-100 und den Russell 2000 gibt es mit VXN und RVX vergleichbare Volatilitätsindizes. Der VVIX misst die erwartete Volatilität des VIX, während VIX3M und das VIX/VIX3M-Verhältnis die kurzfristige mit der längerfristigen erwarteten Volatilität vergleichen.

Quellen

Verwandte Begriffe

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