Berechnung und Mechanik
Der SKEW wird aus den Preisen verschiedener SPX-Optionen abgeleitet und beschreibt die Asymmetrie der vom Optionsmarkt eingepreisten Renditeverteilung. Ein Wert von 100 steht in der klassischen SKEW-Methodik für eine symmetrische Verteilung. Werte über 100 zeigen eine zunehmende negative Schiefe: Das linke Ende der Verteilung, also starke Kursrückgänge, wird relativ stärker gewichtet.
Der SKEW ist dabei keine direkte Prognose der Wahrscheinlichkeit eines Börsencrashs. Er basiert auf Optionspreisen und damit auf einer risikoneutralen Verteilung, in der neben Markterwartungen auch Risikoprämien enthalten sind.
Abgrenzung
Der VIX misst die Höhe der erwarteten Schwankung, der SKEW deren Asymmetrie. Ein niedriger VIX kann deshalb gleichzeitig mit einem hohen SKEW auftreten: Die insgesamt eingepreiste Volatilität kann niedrig sein, während Absicherung gegen starke Kursrückgänge relativ teuer bleibt.
Der Expected Move beschreibt in Foliograph dagegen eine symmetrische Spanne von einer Standardabweichung nach oben und unten und berücksichtigt diese Asymmetrie nicht.
Quellen
Verwandte Begriffe
- VIX (CBOE Volatility Index)
- VVIX (CBOE VIX of VIX, Volatilität der Volatilität)
- Expected Move (Erwartete Bewegung, EM)
- Implizite Volatilität (Implied Volatility, IV)
Alle Markt- und Analysedaten dienen ausschliesslich Bildungs- und Analysezwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.