Volatilität

SKEW-Index (CBOE SKEW, Tail-Risk-Index)

Der SKEW-Index der CBOE misst die Schiefe der aus SPX-Optionspreisen abgeleiteten Verteilung für die nächsten 30 Tage. Ein höherer SKEW zeigt, dass starke Kursrückgänge im Verhältnis zu einer symmetrischen Verteilung höher bepreist werden.

Berechnung und Mechanik

Der SKEW wird aus den Preisen verschiedener SPX-Optionen abgeleitet und beschreibt die Asymmetrie der vom Optionsmarkt eingepreisten Renditeverteilung. Ein Wert von 100 steht in der klassischen SKEW-Methodik für eine symmetrische Verteilung. Werte über 100 zeigen eine zunehmende negative Schiefe: Das linke Ende der Verteilung, also starke Kursrückgänge, wird relativ stärker gewichtet.

Der SKEW ist dabei keine direkte Prognose der Wahrscheinlichkeit eines Börsencrashs. Er basiert auf Optionspreisen und damit auf einer risikoneutralen Verteilung, in der neben Markterwartungen auch Risikoprämien enthalten sind.

Abgrenzung

Der VIX misst die Höhe der erwarteten Schwankung, der SKEW deren Asymmetrie. Ein niedriger VIX kann deshalb gleichzeitig mit einem hohen SKEW auftreten: Die insgesamt eingepreiste Volatilität kann niedrig sein, während Absicherung gegen starke Kursrückgänge relativ teuer bleibt.

Der Expected Move beschreibt in Foliograph dagegen eine symmetrische Spanne von einer Standardabweichung nach oben und unten und berücksichtigt diese Asymmetrie nicht.

Quellen

Verwandte Begriffe

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