Berechnung und Mechanik
Für jeden Verfall wird die Implizite Volatilität der Optionen am Geld bestimmt und über die Tage bis zum Verfall aufgetragen. Liegt die IV ferner Verfälle höher, steigt die Termstruktur an. Ist die kurzfristige IV höher, fällt sie ab.
In ruhigen Marktphasen liegt die kurzfristige IV häufig unter der IV längerer Laufzeiten. Erwartet der Markt dagegen kurzfristig erhöhte Schwankungen, kann sich dieses Verhältnis umkehren. Auch bekannte Ereignisse wie Quartalszahlen oder ein Zinsentscheid können einzelne Verfälle deutlich beeinflussen: Die IV der Optionen, die das Ereignis einschliessen, steigt und kann einen sichtbaren Buckel in der Termstruktur bilden. Nach dem Ereignis verschwindet dieser zusätzliche Aufschlag typischerweise wieder.
Abgrenzung
Die Termstruktur beschreibt, wie sich die IV über verschiedene Laufzeiten unterscheidet, der Skew dagegen über verschiedene Strikes. Zusammen bilden beide die Volatilitätsoberfläche.
Der IV Rank und das IV-Perzentil vergleichen dagegen die aktuelle IV mit ihrer eigenen Vergangenheit. Foliograph verwendet dafür die 30-Tage-IV.
Verwandte Begriffe
- Implizite Volatilität (Implied Volatility, IV)
- Expected Move (Erwartete Bewegung, EM)
- Straddle am Geld (ATM Straddle)
- VIX-Futures-Kurve (VIX Term Structure, VX-Kontrakte)
- VIX3M und VIX/VIX3M-Verhältnis (CBOE 3-Month Volatility Index, früher VXV)
Alle Markt- und Analysedaten dienen ausschliesslich Bildungs- und Analysezwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.