Berechnung und Mechanik
Standardisierte US-Aktien- und ETF-Optionen haben klassische Monatsverfälle am dritten Freitag des Monats. Bei vielen liquiden Basiswerten kommen Wochenverfälle und weitere Verfallstage hinzu.
Optionen, die am Verfall im Geld liegen, werden bei standardisierten US-Aktien- und ETF-Optionen in der Regel nach den Exercise-by-Exception-Regeln ausgeübt, sofern keine abweichende Weisung vorliegt. Optionen aus dem Geld verfallen normalerweise wertlos. Bei Kursen nahe am Strike kann das tatsächliche Ergebnis trotzdem von einer einfachen Betrachtung des Schlusskurses abweichen.
Für den Verkäufer einer wertlos verfallenden Option wird der verbleibende Optionswert null. Bei einer ausgeübten Short-Option folgt die Zuteilung.
Abgrenzung
Verfall und DTE gehören zusammen: Das eine ist der Termin, das andere der Abstand dazu in Kalendertagen. Der Verfall ist zudem die Achse, auf der die IV-Termstruktur die implizite Volatilität verschiedener Laufzeiten zeigt.
Vom Verfall zu unterscheiden ist der Ex-Dividenden-Tag. Er gehört zum Basiswert und kann insbesondere bei amerikanischen Short Calls das Risiko einer vorzeitigen Zuteilung beeinflussen.
Quellen
Verwandte Begriffe
- DTE (Days to Expiry, Tage bis Verfall)
- Zuteilung (Assignment)
- Ex-Dividenden-Tag (Ex-Div, Ex-Dividend Date)
- IV-Termstruktur (Volatility Term Structure, IV Term Structure)
- Roll und Roll-Effizienz (Rolling, Rollen)
Alle Markt- und Analysedaten dienen ausschliesslich Bildungs- und Analysezwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.