Terminmarkt

CoT-Index (Commercial Index, COT Index)

Der CoT-Index zeigt, wo die aktuelle Nettoposition einer Händlergruppe innerhalb ihrer historischen Spanne liegt. 0 entspricht dem tiefsten, 100 dem höchsten Stand im gewählten Zeitraum. Die CFTC veröffentlicht ihn nicht, er wird aus den CoT-Daten berechnet.

Berechnung und Mechanik

Grundlage ist die Nettoposition einer Händlergruppe aus dem CoT-Report, also Long minus Short. Der CoT-Index kann grundsätzlich für verschiedene Gruppen berechnet werden, häufig wird dafür die Positionierung der Commercials verwendet.

Für den gewählten Zeitraum werden die niedrigste und höchste Nettoposition bestimmt. Die aktuelle Nettoposition wird anschliessend auf einer Skala von 0 bis 100 dazwischen eingeordnet. Die Berechnung entspricht damit dem Prinzip des IV Rank, nur mit Positionen statt Volatilität.

Typische Zeiträume sind 26 Wochen und 156 Wochen. Ein kürzeres Fenster reagiert schneller auf Veränderungen und erreicht häufiger die Extremwerte 0 oder 100. Ein längeres Fenster ordnet die aktuelle Positionierung in einen grösseren historischen Zusammenhang ein. Da Minimum und Maximum die Skala bestimmen, kann sich der Index auch deutlich verändern, wenn ein alter Extremwert aus dem Rückblickfenster fällt.

Werte ab etwa 75 werden häufig als oberer, Werte bis etwa 25 als unterer Bereich betrachtet. Sie zeigen lediglich, dass die aktuelle Nettoposition nahe ihrem historischen Hoch oder Tief im gewählten Zeitraum liegt. Ein CoT-Index von 90 bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine Gruppe netto long ist. Commercials können weiterhin netto short sein, allerdings weniger stark als sonst im betrachteten Zeitraum.

CoT-Index = (aktuelle Nettoposition - Minimum) / (Maximum - Minimum) x 100

Abgrenzung

Die Nettoposition selbst wird in Kontrakten angegeben und ist zwischen unterschiedlichen Futures-Märkten nur schwer direkt vergleichbar. Der CoT-Index normiert die Positionierung auf eine Skala von 0 bis 100 und erleichtert dadurch die historische Einordnung innerhalb eines Marktes.

Dabei gehen jedoch Informationen über die absolute Grösse der Position und das Verhältnis der verschiedenen Händlergruppen zueinander verloren.

Die Open-Interest-Lage verwendet dieselbe Min-Max-Logik für das gesamte Open Interest. Sie zeigt damit, ob aktuell vergleichsweise viele oder wenige Kontrakte offen sind, nicht wie diese auf die Händlergruppen verteilt sind.

Verwandte Begriffe

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