Berechnung und Mechanik
Bei einer einzelnen Short-Option wird die vereinnahmte Eröffnungsprämie mit dem Kontraktmultiplikator und der Anzahl Kontrakte multipliziert. Bei einem Credit Spread zählt die Nettoprämie: vereinnahmte Prämien minus die für Long-Legs gezahlten Prämien.
Die eingenommene Prämie ist nicht dasselbe wie der aktuelle Gewinn. Solange die Position offen ist, verändert sich ihr Marktwert laufend. Wird sie günstiger zurückgekauft oder verfällt wertlos, entsteht ein entsprechender Gewinn. Wird sie teurer zurückgekauft, reduziert sich das Ergebnis oder es entsteht ein Verlust.
Verkaufte Prämie = Summe der Netto-Eröffnungsprämien der offenen Short-Prämienstrategien
Abgrenzung
Der Max Loss beschreibt den theoretischen maximalen Verlust einer Position. Bei einfachen Net-Credit-Strategien entspricht der ursprüngliche Nettokredit häufig dem maximalen Gewinn am Verfall. Bei komplexeren Positionsstrukturen gilt das nicht zwingend.
Das Hedge-Budget setzt die Kosten offener Absicherungen ins Verhältnis zur offenen Short-Prämie.
Verwandte Begriffe
- Max Loss (Maximaler Verlust, Max. Verlust Optionen)
- Hedge-Budget (Hedge-Kostenquote, Absicherungsbudget)
- Zuteilung (Assignment)
- Kontraktmultiplikator (Contract Multiplier, Multiplier)
- Optionsstrategie (Option Strategy, Spread, Iron Condor, Covered Call)
Alle Markt- und Analysedaten dienen ausschliesslich Bildungs- und Analysezwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.