Fonds

Grantor Trust (Rohstoff- und Krypto-Trusts wie GLD, SLV oder IBIT)

Ein Grantor Trust ist im US-Steuerrecht ein Trust, dessen Vermögenswerte und Erträge steuerlich direkt den wirtschaftlichen Eigentümern zugerechnet werden. Mehrere börsengehandelte Rohstoff- und Krypto-Produkte sind als Trust strukturiert und werden steuerlich so behandelt.

Berechnung und Mechanik

Bei börsengehandelten Rohstoff- oder Krypto-Trusts hält das Vehikel typischerweise einen bestimmten Vermögenswert, beispielsweise physisches Gold, Silber oder Bitcoin, und gibt Anteile auf diesen Bestand aus.

Solche Produkte sind nicht automatisch Investmentfonds nach dem Investment Company Act von 1940. Deshalb gelten für sie andere regulatorische und steuerliche Regeln als für klassische Aktien- oder Anleihen-ETFs.

Produkte wie GLD, SLV oder bestimmte Spot-Bitcoin-Trusts reichen keine NPORT-P-Meldungen wie klassische 1940-Act-Fonds ein. Ihre Finanz- und Bestandsinformationen werden über andere regulatorische Meldungen und die Websites der Anbieter veröffentlicht.

Abgrenzung

An der Börse können solche Trusts ähnlich wie ETFs gehandelt werden: Sie haben einen Ticker, werden während der Börsenzeit gehandelt und können eine liquide Optionskette besitzen. Der wesentliche Unterschied liegt in rechtlicher Struktur, steuerlicher Behandlung und Berichtswesen.

Die meisten klassischen Aktien- und Anleihen-ETFs sind dagegen als Investmentgesellschaften registriert und unterliegen den entsprechenden Fondsregeln.

Verwandte Begriffe

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Alle Markt- und Analysedaten dienen ausschliesslich Bildungs- und Analysezwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.