Berechnung und Mechanik
Der SMA wird für jeden Tag neu gebildet: Die Schlusskurse der letzten n Perioden werden addiert und durch n geteilt. Kommt ein neuer Tag hinzu, fällt der älteste aus dem Fenster. Ein starker Kurstag wirkt deshalb zweimal auf die Linie, einmal beim Eintritt und noch einmal, wenn er nach n Tagen wieder herausfällt.
Der SMA50 umfasst rund zweieinhalb Monate Handel, der SMA200 knapp ein Kalenderjahr. Wegen der langen Fenster reagieren beide träge und beschreiben eher den längerfristigen Verlauf als die letzten Tage. Auf Wochenbasis entspricht ein SMA40 ungefähr dem SMA200 auf Tagesbasis, ein SMA50 Wochen rund 250 Handelstagen.
Die Lage des Kurses zum SMA wird wie beim EMA21 als Abstand in Prozent angegeben: (Kurs / SMA - 1) x 100.
SMA(n) = (Schluss heute + Schluss gestern + ... + Schluss vor n-1 Tagen) / n
Abgrenzung
Der EMA21 gewichtet jüngere Kurse stärker und reagiert dadurch schneller. Ein SMA gleicher Länge folgt dem Kurs mit grösserer Verzögerung, ist dafür weniger empfindlich gegenüber einzelnen Tagen.
Die Distanz zum 52-Wochen-Hoch misst den Abstand zu einem Extremwert, der SMA200 den Abstand zum Durchschnitt über einen ähnlichen Zeitraum. Beide beschreiben die Lage im Jahresverlauf aus unterschiedlicher Sicht.
Verwandte Begriffe
- EMA21 (Exponentieller gleitender Durchschnitt über 21 Perioden)
- Distanz zum 52-Wochen-Hoch (52WH %, Abstand zum Jahreshoch)
- Rendite relativ zur Benchmark (Relative Performance, vs SPY, vs ACWI)
Alle Markt- und Analysedaten dienen ausschliesslich Bildungs- und Analysezwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.